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Als Au-pair im Urlaub mit der Gastfamilie

Welche Fehler Sie besser vermeiden sollten

Als Au-pair mit der Gastfamilie zu verreisen und die Kinder in einer fremden Umgebung zu erleben, kann sehr aufregend sein. Allerdings gibt es einige Fettnäpfchen, denen Sie besser ausweichen sollten, damit der Urlaub auch harmonisch verläuft.

Viele Familien mit einem Au-pair entscheiden sich dafür, es mit in den Familienurlaub zu nehmen, um vor Ort eine verlässliche Kinderbetreuung und mehr freie Zeit für sich zu haben. Der gemeinsame Urlaub kann für Sie eine gute Möglichkeit sein, Ihre Erfahrungen als Kinderbetreuer auszubauen und gleichzeitig neue Orte zu entdecken. Wenn Sie während ihrer Zeit als Au-pair die Gastfamilie in die Ferien begleiten, müssen Sie bedenken, dass in diesem Urlaub etwas andere Regelungen gelten, als wenn Sie mit Ihrer eigenen Familie oder mit Freunden verreisen.

Auf die faule Haut legen

Wenn Sie während des Urlaubs weiterhin die Aufgabe der Kinderbetreuung übernehmen, gelten die Urlaubstage mit der Gastfamilie für Sie als ganz normale Arbeitstage. Von der um Sie herum herrschenden Urlaubsstimmung sollten Sie sich also nicht dazu verleiten lassen, Ihre Pflichten zu vernachlässigen und sich für anfallende Aufgaben nicht verantwortlich zu fühlen. Bestimmt wird Ihre Gastfamilie einverstanden sein, wenn Sie auch mal ein Buch in der Sonne lesen und entspannen, wenn die Kinder sich gerade alleine beschäftigen. Dennoch sollten Sie sie immer im Blick behalten, um zur Stelle sein zu können, wenn Sie gebraucht werden.

Sich ausnutzen lassen

Sie sollen die Gastfamilie unterstützen und Sie entlasten – ausnutzen lassen müssen Sie sich aber nicht! Auch wenn Sie im Urlaub ständig mit Ihrer Gastfamilie zusammen sind, müssen Sie nicht 24 Stunden täglich zur Verfügung stehen. Achten Sie darauf, dass die maximale Arbeitszeit eines Au-pairs (je nach Land gibt es hier Unterschiede, zumeist sind es maximal 30 Stunden/Woche) nicht regelmässig deutlich überschritten wird. Wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt, dass Sie zum Beispiel während eines Ausfluges bedeutend länger mit der Betreuung der Kinder betraut sind, bitten Sie Ihre Gastfamilie, Ihnen einen entsprechenden Freizeitausgleich an einem anderen Tag zu gewähren.

Schöne Augen machen

Zwar ist die Stimmung im Urlaub im Allgemeinen etwas lockerer als daheim, dennoch sollten Sie sich keinesfalls dazu hinreissen lassen, sich die sommerlichen Temperaturen zu Kopf steigen zu lassen und sich auf eine Urlaubsromanze einlassen. Sie begleiten die Familie in erster Linie, um Sie bei der Kinderbetreuung zu unterstützen und wenn Sie mit den Gedanken bei Ihrem Schwarm sind, kommt diese mit grosser Wahrscheinlichkeit zu kurz. Ein noch grösseres No-Go ist natürlich das Flirten mit dem Gastvater beziehungsweise der Gastmutter – ein solches Verhalten kann der Stimmung zwischen Ihnen und Ihren Gasteltern nachhaltig schaden und das Vertrauensverhältnis, das Sie zueinander aufgebaut haben, erheblich aus dem Gleichgewicht bringen.

Zu tief ins Glas schauen

Auch, wenn Sie die Kinder bereits ins Bett gebracht haben, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um sich mit den Gasteltern an der Hotelbar zahlreiche Drinks zu genehmigen! Wenn Sie nach Feierabend noch Zeit mit den Eltern verbringen, greifen Sie lieber zu einem Softdrink oder alkoholfreien Cocktail. Alkohol ist während Ihrer Arbeitszeit mit den Kindern im Urlaub ebenso ein absolutes Tabu wie bei den Gasteltern zuhause. Wenn Sie während des Urlaubs mal einen Tag zu freien Verfügung haben, an dem Sie nicht auf die Kinder aufpassen müssen, können Sie diesen natürlich nach Ihren Wünschen gestalten. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Sie am nächsten Tag wieder fit sein müssen, um Ihre ganze Aufmerksamkeit den Kindern widmen zu können – mit einem Kater ist das unmöglich und macht zudem noch einen sehr schlechten Eindruck.

 

Halten Sie vor der Reise am besten mit anderen Au-pairs Rücksprache und informieren Sie sich, welche Erfahrungen sie im Urlaub mit der Gastfamilie gemacht haben, und welche Probleme eventuell auftraten. Wenn Sie unsere Tipps beachten, einen Bogen um die gröbsten Fettnäpfchen machen und Ihre Rechte und Pflichten als Au-pair kennen, können Sie gemeinsam eine tolle und harmonische Zeit miteinander verbringen, an die sich Alle gerne erinnern werden.

 

 



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