141219_Bild_Magazin_slider_Flexibilitaet

5 Tipps für mehr persönliche Flexibilität

So können Sie sich als berufstätige Mutter Freiräume schaffen

Viele Mütter kennen das: Termindruck verursacht Stress, weil meistens weder die Kinder noch der Job wirklich gut in starre Zeitpläne passen. So kann’s dennoch gelingen…

Viele berufstätige Mütter kommen im Alltag immer wieder in Situationen, in denen die Zeit einfach hinten und vorne nicht ausreicht, um allen anstehenden Aufgaben gerecht zu werden.

Das Zauberwort heisst Flexibilität: Im Idealfall hätte die Mutter mittags Zeit, sich mit dem Lehrer in der Schule zu treffen, ohne gleich Urlaub zu nehmen. Und im Idealfall könnte sie pünktlich arbeiten gehen, auch wenn sie morgens feststellt, dass das Kind Fieber hat.

Diese Flexibilität passiert jedoch nicht von allein, sondern sie ist steuer- und beeinflussbar. Denn arbeitende Mütter müssen sich ganz bewusst und aktiv ein persönliches Umfeld schaffen, das ihnen diese Flexibilität ermöglicht. Folgende Tipps können hilfreich sein:

1. Planen Sie Pufferzeiten ein

Falls Sie es mit Ihrer Wochenarbeitszeit vereinbaren können, ist das Einplanen von Pufferzeiten ideal: Damit meinen wir feste Zeiten am Tag, an denen nichts geplant ist. Mindestens 6 bis 8 Stunden Puffer pro Woche wären ideal, z.B.:

  • An 4 Tagen pro Woche arbeiten, während das Kind an 5 Tagen in Kita oder Hort ist
  • Arbeit um 14 Uhr beenden, obwohl die Kita/der Hort erst um 16 Uhr schliesst

 

Diese Pufferzeiten können dafür verwendet werden, den ganz normalen Alltag stressfreier zu gestalten: Einkaufen ohne Diskussionen über Süssigkeiten, Arzttermine unter vier Augen, mal etwas länger im Büro bleiben, um etwas fertig zu bekommen oder wenn ein Meeting spontan verlegt wurde. Das Mehr an Zeit sollte jedoch nicht komplett durch den Alltag „verbraucht“ werden. Es ist wichtig, tagsüber auch mal Zeit für sich zu haben: Sport machen, Freunde treffen, Hobbies pflegen oder einfach mal nichts tun. Ohne diese Rückzugsoasen kann es mittelfristig zu Frustration und Erschöpfung kommen.

2. Fordern Sie Unterstützung durch den Partner ein

Eine der wichtigsten Stützenfür berufstätige Mütter ist der eigene Partner. Auch ein Partner, der Vollzeit arbeitet, kann das Kind morgens in die Krippe bringen, einen Impftermin beim Arzt übernehmen oder am Wochenende das Kind einen Tag allein betreuen.

Die Möglichkeiten der heutigen Väter, ihre Vaterrolle anders zu leben als in früheren Generationen, werden immer noch zögerlich wahrgenommen. Doch eine intensive Einbindung in den Alltag der Kinder, die aktive Erziehung und die Präsenz der Väter ist nicht nur eine Bereicherung und Freude für alle, sondern auch eine unentbehrliche Säule in der Bewältigung des Familienalltags.

3. Stellen Sie eine verlässliche Kinderbetreuung sicher

Neben Kita, Tagesmutter oder Hort gehört zu einem stabilen Betreuungsnetzwerk auch eine oder mehrere vertraute Bezugspersonen, die das Kind im Krankheitsfall, bei Krippenschliessung, Schul-Ferien oder für einen Kurzurlaub auch mal länger betreuen können.

In Frage kommen Grosseltern oder andere enge Verwandte – sofern Sie das Glück haben, dass diese in ihrer Nähe wohnen –aber auch Babysitter, Leihomas, Nanny oder Au Pairs. Die Betreuungsperson sollte das Kind regelmässig betreuen, und im Notfall kurzfristig auch mehrere Tage Zeit haben. Darüber hinaus sollte sie Eltern und Kind Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

4. Bauen Sie sich ein gutes Netzwerk auf

Ein gewachsenes soziales Netzwerk mit anderen Eltern ist nicht nur Rückzugsort unter Gleichgesinnten, sondern im Notfall auch eine echte Hilfe bei der Betreuung. Zum Beispiel können Sie sich wechselseitig mit dem Bringen und Holen von der Kita /dem Hort und zu nachmittäglichen Aktivitäten (Sportverein, Musikschule oder einfach zu Hause spielen) abwechseln. Denkbar sind ab einem gewissen Alter auch regelmässige Übernachtungsbesuche bei anderen Kindern. Vielleicht denken Sie auch mal gemeinsam mit anderen Eltern über Babysitter-Sharing nach.

5. Sorgen Sie für kurze Wege

Kurze Wege sind wichtig, weil das Leben mit Kindern häufig nicht planbar ist. Je schneller man vom Job in der Krippe oder Schule sein kann, umso besser. Kurze Wege geben Ihnen selbst und Ihrem Kind die Sicherheit, dass Sie schnell vor Ort sein können, wenn Ihr Kind sich plötzlich krank fühlt oder verletzt hat. Und nicht zuletzt sparen kurze Wege viel Fahrzeit, die man besser anders verwenden kann.

 

Alle Tipps zielen darauf ab, Ihnen als berufstätiger Mutter Freiräume zu schaffen, unvorhergesehene Überlastungen zu reduzieren und dadurch den Alltag planbarer zu gestalten. Zur Entlastung hat sich für viele Familien auch die Einstellung einer Haushaltshilfe als hilfreich erwiesen. So können Sie auf Situationen, in denen durch Krankheit oder berufliche Verpflichtungen kurzfristig der Betreuungsbedarf steigt, flexibel reagieren und sind für aussergewöhnliche Ereignisse mit einem umfassenden Netzwerk gerüstet.

 

 



Diesen Artikel kommentieren