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Den Übergang in den Ruhestand meistern

So geniessen Sie Ihr Rentnerdasein

Viele angehende Rentner haben etwas Bammel vor der anstehenden Lebensphase. Wir zeigen Ihnen, wie Sie – ohne Wenn und Aber – Ihren Ruhestand meistern.

Ruhestand meistern

Der Übergang in den Ruhestand ist eine Zeit voller Emotionen! Einerseits freut man sich auf die wohlverdiente Ruhezeit nach dem Arbeitsleben, andererseits beunruhigt diese Lebensphase auch viele. Denn es stehen grosse Veränderung an und niemand weiss, was genau einen erwartet. Experten bestätigen, dass der Eintritt in den Ruhestand nicht selten mit Einsamkeit, Langeweile oder gar einer Identitätskrise verbunden ist. Wir zeigen auf, welche positiven Seiten das Rentnerdasein mit sich bringt und wie Sie sich Ihren Ruhestand angenehm gestalten können.

Akzeptieren Sie die Phasen des Ruhestands

Das Erste, was Sie wissen sollten, ist, dass der Ruhestand eher ein schrittweiser Prozess als ein Ereignis ist. Wenn Sie verstehen, wie dieser funktioniert, können Sie Enttäuschungen vorbeugen und sich ganz in Ruhe Ihrem neuen Leben anpassen. Experten sprechen von fünf Stadien bzw. Phasen des Ruhestands, die jeder mehr oder weniger durchlebt. Und: Es braucht Zeit, sich an die Veränderungen zu gewöhnen, die mit dem Ruhestand einhergehen.

Ruhestand meistern

1. Die Planungsphase

Wenn Sie an Ihren bevorstehenden Ruhestand denken, ist es natürlich sehr wichtig, Pläne zu schmieden. In dieser Phase überlegen sich Baldrentner, was sie alles in ihren goldenen Jahren unternehmen und erleben möchten. Fragen Sie sich: Was wollte ich schon immer einmal tun, konnte es aber aufgrund meines Arbeitspensums und anderer Verpflichtungen nicht? Von bestimmten Reisezielen, Sportarten über das Lernen von Sprachen oder Instrumenten bis hin zu gemeinnützigen Tätigkeiten kann alles dabei sein. Planen Sie gross!

Nehmen Sie sich zudem Zeit, um die Logistik Ihres Ruhestands abzustecken. Überlegen Sie, wo Sie gern leben möchten, wie Sie Ihre Finanzen verwalten, wo Sie möglicherweise Geld sparen können… Aber bereiten Sie sich auch emotional auf das Rentnerdasein vor. Bedenken Sie immer: Es steht eine grosse Veränderung an! Und je mehr Sie versuchen, Ihre eigenen Erwartungen zu erfüllen, desto reibungsloser können Sie in den Ruhestand gehen.

2. Die Phase der Aufregung

Mit den Plänen, wie Sie Ihre Zeit verbringen oder welche Orte Sie besuchen möchten, werden unweigerlich auch eine Menge Aufregung und Freude aufkommen. Selbst wenn Sie keine grossen Sprünge machen möchten, ist es aufregend genug, sich vorzustellen, dass Sie nicht mehr die vielen Belastungen und Verantwortlichkeiten tragen müssen, die beispielsweise Ihre Arbeit mit sich brachte. Blicken Sie freudig auf dieser neu gewonnenen Freiheit entgegen und lassen Sie sich davon in Euphorie versetzen!

3. Die Flitterwochenphase

Hat der Ruhestand begonnen, können Sie sofort die Freiheit und das langsamere Tempo Ihres neuen Lebens geniessen. Jetzt strukturieren Sie Ihre Tage, nicht umgekehrt! Es wird plötzlich Zeit für all die Dinge geben, die Sie schon immer tun wollten – und sei es ein tägliches zweistündiges Frühstück. Es ist üblich, dass dieser Nervenkitzel eine Zeit lang anhält, aber Sie fragen sich möglicherweise nach einer Weile, ob Sie wirklich das Beste aus Ihrem Ruhestand herausholen. Das ist völlig normal und leitet das nächste Stadium ein.

4. Die Phase der Ernüchterung

Wie bei jedem Übergang im Leben dauert die Flitterwochenperiode nicht ewig an. Die vielen neuen Aktivitäten, die Sie ausprobiert haben, können Sie möglicherweise überfordern und überbelasten – so wie ein Kind, das zu Ostern viel zu viele Süssigkeiten gleichzeitig verputzt, bis es Bauchschmerzen bekommt. Was dann folgt, ist in der Regel ein ernüchternder Blick darauf, wie Sie Ihre neu gewonnene Zeit genutzt haben und was Sie möglicherweise anders machen können.

Diese Phase kann tatsächlich ein wunderbarer Wendepunkt in Ihrem Ruhestand sein: Eine Zeit der Klarheit, in der Sie die für Sie wirklichen wichtigen Dinge entdecken und frische Pläne schmieden können, die sich auf das Wesentliche konzentrieren. Sprechen Sie in dieser Phase mit Ihren Mitmenschen darüber, wie Sie sich fühlen usw. Und scheuen Sie sich nicht, auch Hilfe anzunehmen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass in dieser Phase sogar Depressionen auftreten. Dann ist es enorm wichtig, sich Hilfe zur Verarbeitung dieser Emotionen und der Veränderungen zu suchen.

5. Die Neuorientierung

Mit der Zeit werden Sie ganz von selbst ein Gefühl dafür entwickeln, welche Dinge Sie wirklich tun möchten und was Sie entbehren können. Nachdem Sie die Höhen und Tiefen der vorherigen Phasen durchlebt haben, können Sie nun durchatmen und einen gleichmässigeren Lebensrhythmus annehmen, der höchstwahrscheinlich viel besser zu Ihnen passt.

Machen Sie kleine Schritte

Nachdem Sie nun in etwa wissen, wie sich die Phasen des Ruhestands voraussichtlich gestalten werden, ist es jetzt an der Zeit, sich einige Ziele zu setzen und kleine Schritte in diese Richtung zu gehen. Es ist in Ordnung, anfangs etwas zu ehrgeizig zu sein und sich viel vorzunehmen, denn wie Sie eben gelesen haben, können sich Ihre Pläne in den verschiedenen Phasen ändern. Bemühen Sie sich dennoch, realistisch zu sein, wenn Sie Ihre Ziele und Prioritäten für das Rentenalter festlegen.

Überlegen Sie, welche Hobbys Sie pflegen möchten. Denken Sie an Orte, an die Sie gerne reisen würden. Fähigkeiten, die Sie erlernen möchten. Bücher, die Sie lesen möchten. Menschen, die Sie gern unterstützen würden. Und auch Möglichkeiten, wie Sie Gutes für Bedürftige tun können…

Sollten Sie Ihren Beruf und Ihre Arbeit sehr vermissen – was nach dem Ausscheiden aus einer langjährigen Tätigkeit durchaus häufig vorkommt – können Sie sich z.B. ehrenamtlich für eine Sache engagieren, für die Sie brennen. Oder Sie nehmen einen Teilzeitjob an, z.B. als Nachhilfelehrer, Leihoma oder Tiersitter. Lernen Sie sich im Rentenalter noch besser kennen. Entdecken Sie alte Leidenschaften neu oder schmieden Sie neue Pläne. Und wenn Sie es noch nicht tun, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mit dem Tagebuchschreiben anzufangen – oder noch besser mit dem Bloggen!

Schaffen Sie ein soziales Netzwerk

Da der Ruhestand auch Einsamkeitsgefühle wecken kann, ist es wichtig, sich ein starkes soziales Netzwerk aufzubauen. Bleiben Sie z.B. mit ehemaligen Kollegen und Freunden in Kontakt! Haben Sie aber auch keine Scheu, neue Beziehungen zu knüpfen. Der Ruhestand ist keine Reise, die Sie allein unternehmen müssen! Melden Sie sich beispielsweise für einen Kurs an, der Ihren Interessen entspricht. Dies ist eine grossartige Möglichkeit, nicht nur Ihre Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch andere Menschen mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen. Die Rentenjahre werden aus einem bestimmten Grund als golden bezeichnet. Denn der Ruhestand ist ein Geschenk, das, wenn es angenommen wird, jahrelange Freude und Erfüllung bieten kann. Planen Sie gut, verstehen Sie, was Sie erwartet, und seien Sie bereit, den Übergang in dieses aufregende neue Kapitel Ihres Lebens zu meistern!

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