Die beste Zeit für Hausaufgaben

Tipps: Die beste Zeit für die Hausaufgaben

Wann entspannen? Wann lernen?

Wann sollten die Hausaufgaben gemacht werden? Diese Tipps helfen Ihnen bei der Entscheidung!

Der denkbar schlechteste Zeitpunkt für die Erledigung der Hausaufgaben ist morgens vor der Schule. Die ganze Familie ist auf dem Sprung und die Zeit für volle Konzentration gering. Es gibt auf jeden Fall bessere Momente für die Schulaufgaben.

Tipp 1: Routinierter Ablauf nach Schulende

Pädagogen empfehlen den frühen Nachmittag als beste Zeit für die Hausaufgaben. Sie raten zu einem routinierten Ablauf nach der Schule. Am besten geht es ohne Umwege nach Hause. Wenn die Jüngeren etwas eher daheim sind, sollten sie erst einmal zu Mittag essen, um sich zu stärken. Die älteren Kinder haben zum Teil bis in den Nachmittag hinein Unterricht. Hier ist eine ausgewogene Mahlzeit in der langen Mittagspause ebenfalls wichtig. Nach dem Mittag wird mindestens eine halbe Stunde Pause zum Durchatmen empfohlen. Etwa 90 Minuten nach dem Essen ist der Körper des Kindes nicht mehr mit der Verdauung beschäftigt und bereit für geistige Leistung.

Tipp 2: Der optimale Zeitpunkt

Die erwiesenermassen beste Zeit wird zwischen 13:30 Uhr und 16:00 Uhr angegeben. Lassen Sie Ihren Kindern in jedem Fall einen gewissen Spielraum, in dem sie selbst entscheiden dürfen und teilen Sie dies auch dem Babysitter oder der Leihoma mit, wenn Ihr Kind nachmittags betreut wird. Vielleicht legen Sie schon vor Beginn des Schuljahres eine Art Wochenplan fest, in dem alle Nachmittagsaktivitäten und auch der täglich gleiche Zeitraum zum Lernen und Hausaufgaben machen eingetaktet ist. Ihr Kind lernt so, seinen Tag zu strukturieren und zwischen Arbeit und Freizeit klar zu unterscheiden. Das fördert die Konzentration in der Hausaufgabenzeit, denn die Schularbeiten werden nicht einfach nur zwischendurch eingeschoben.

Tipp 3: Dauer und Pausen

Ältere Kinder haben nach der Schule mehr zu tun als Primarschüler. Sie sollten aber maximal 45 Minuten am Stück üben und lernen. Dann ist eine kurze fünfminütige Pause angebracht. Das ist eine Zeit zum Aufstehen, Bewegen, Trinken und, um frische Luft zu schnappen. Die Aufgaben für Jüngere sollten grundsätzlich nicht länger als 30 Minuten dauern. Wenn dem doch so ist, suchen Sie am besten den Kontakt zum Lehrer.

Tipp 4: Nach getaner Arbeit

Lassen Sie Ihr Kind die tägliche Hausaufgaben-Routine mit dem Packen des Schulranzens abschliessen. Es bereitet sich so gedanklich auf den nächsten Tag vor und macht einen Strich unter die getane Arbeit. Für heute ist erst einmal Schluss. Jetzt ist Zeit für Freunde und Vergnügen.

Ein häufig ungünstiger Zeitpunkt für die Hausaufgaben oder das Lernen vor Leistungskontrollen und Klassenarbeiten ist der Abend. Nach 18 Uhr ist maximal das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr aufnahmefähig. Alles, was jetzt gelernt wird, kann morgen wieder vergessen sein. Ausserdem trägt Ihr Kind so alle Gedanken an die Schule den ganzen Tag über mit sich herum. Manche Kinder haben nachts Albträume und sind morgens müde.

Bedenken Sie aber auch, dass jedes Kind und auch dessen innere Uhr anders tickt. Gerade nach einem langen Schultag sind einige Kinder möglicherweise nicht in der Lage, sofort mit den Hausaufgaben zu beginnen. Selbst der Heimweg ist dann nicht genug zeitlicher Puffer. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind am Nachmittag nicht aufnahmefähig ist, können Sie auch ein frühes Abendbrot ansetzen und die Aufgaben in die Zeit danach legen. Für manche Kinder kann das besser klappen.



Diesen Artikel kommentieren