Urlaub mit Au-pair

Familienurlaub mit Au-pair

So wird der gemeinsame Urlaub zum Erfolg

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Au-pair mit in den Familienurlaub zu nehmen, gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten, damit Sie gemeinsam eine schöne Zeit erleben.

Ein Au-pair mit in den Familienurlaub zu nehmen bringt einige Vorteile mit sich: Die Kinder haben eine ihnen bereits vertraute Betreuungsperson in der Nähe und den Eltern bleibt dadurch mehr Zeit, sich zu entspannen und auch hin und wieder auszuschlafen. Der Vorteil für das Au-pair: Wenn die Gastfamilie ins Ausland verreist, lernt es kostengünstig ein weiteres Land kennen. Damit der gemeinsame Urlaub allen Beteiligten in guter Erinnerung bleibt, gibt es einige Dinge, die Gastfamilien beachten sollten.

1. Das Au-pair nicht mit Arbeit überhäufen

Einige Gastfamilien neigen dazu, anzunehmen, dass Ihnen das Au-pair im Urlaub rund um die Uhr zur Verfügung steht. Zwar sind die Urlaubstage – soweit Sie keine anderen Absprachen mit Ihrem Au-pair getroffen haben – ganz normale Arbeitstage für das Au-pair, dennoch sollte die reguläre Arbeitszeit nicht überschritten werden. In der Schweiz liegt die maximale Wochenarbeitszeit bei 30 Stunden. Durch Ausflüge und Unternehmungen kann es im Urlaub jedoch vorkommen, dass die maximale Arbeitszeit Ihres Au-pairs überschritten wird. Achten Sie darauf, dass die Reise auch für Ihr Au-pair Urlaubsqualität hat und gewähren Sie Ihrer Kinderbetreuung einen entsprechenden Freizeitausgleich, damit sie sich zwischendurch erholen und ausruhen kann.

2. Die geleistete Arbeit wertschätzen

Erliegen Sie nicht dem Irrglauben, dass Ihr Urlaub auch Erholung für Ihr Au-pair bedeutet. Selbst wenn Sie sich an einem paradiesischen Sandstrand befinden, bedeutet die Kinderbetreuung für Ihr Au-pair Arbeit – nur eben nicht in der gewohnten Umgebung. Viele Au-pairs empfinden die Arbeit während des Familienurlaubs in einem für die Kinder ungewohnten Umfeld mitunter sogar als anstrengender als die Betreuung daheim. Wenn das Au-pair die Kinder im Urlaub wie gewohnt betreut, gilt der normale Urlaubsanspruch Ihres Au-pairs von zwei Werktagen je Monat, den es bei Ihnen verbringt, nach Ihrem Urlaub also weiter fort.

Familienurlaub mit Au-pair

3. Das Au-pair miteinbeziehen

Beziehen Sie Ihr Au-pair rechtzeitig in die Planung von Aktivitäten und Ausflügen ein. Natürlich können Sie als Eltern entscheiden, was Sie unternehmen möchten, Ihr Au-pair sollte sich jedoch nicht übergangen fühlen. Wenn sich kurzfristig Planänderungen ergeben, informieren Sie Ihr Au-pair darüber, damit es sich auf den veränderten Tagesablauf einstellen kann. Sicherlich ist es kein schönes Gefühl für Ihr Au-pair, wenn Sie es überhaupt nicht an der Planung teilhaben lassen und es immer zuletzt erfährt, was Sie vorhaben. Bestimmt hat Ihr Au-pair auch selbst einige Vorschläge und Ideen für gemeinsame Unternehmungen. Fragen Sie einfach nach.

4. Genug Privatsphäre gewähren

Jeder Mensch braucht ein gewisses Mass an Ruhe, Privatsphäre und Zeit für sich. Ein eigenes abschliessbares Zimmer für Ihr Au-pair sollte bei Ihnen zu Hause daher eine Selbstverständlichkeit sein. Im Urlaub ist es aber wahrscheinlich nicht möglich, ein separates Zimmer zu finanzieren. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass das Au-pair zwischendurch auch Zeit für sich allein hat und auch mal zur Ruhe kommen kann. Wenn Ihr Au-pair sich ein Zimmer mit Ihren Kindern teilt, können Sie beispielsweise tagsüber einen Ausflug mit den Kindern unternehmen und dem Au-pair anbieten, sich während dieser Zeit zurückziehen zu können.

So steht einer unbeschwerten gemeinsamen Zeit und einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Und noch ein Tipp zum Schluss: Informieren Sie sich vorher, ob Ihr Au-pair ein Visum für das Reiseziel benötigt. 

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