Schulweg Zebrastreifen

Wie meistern Kinder den Schulweg alleine?

Sicher zur Schule kommen

Bald tummeln sich auf Gehwegen und Zebrastreifen wieder zahlreiche Schulkinder. Für Eltern teils ein mulmiges Gefühl. Ihre Sorge: Ist mein Kind alt genug, um den Schulweg alleine zurückzulegen?

Bald ist es wieder soweit: Zahlreiche Kinder machen sich auf den Weg zur Schule. Doch der Gedanke, dass die Kleinen ohne Aufsichtsperson unterwegs sind, bereitet vielen Eltern Bauchschmerzen. Ab wann Kinder den Schulweg selbständig bewältigen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wann ist mein Kind soweit?

Es ist schwer, ein exaktes Alter festzulegen. Vielmehr hängt es von der Persönlichkeit des Kindes und seiner Fähigkeit ab, selbstständig im Strassenverkehr zurecht zu kommen und einem vorgegebenen Weg zu folgen. Eltern können sich an folgender Faustregel orientieren:

  • 6-Jährige sind meist noch zu jung, um alleine zur Schule zu gehen.
  • 7- bis 9-Jährigen sollten in einer Gruppe gehen.
  • Im Alter von 10 Jahren ist ein Grossteil der Kinder soweit, den Weg alleine zurückzulegen.

 

Titel

Übung macht den Schulwegmeister

Wenn Sie die Entscheidung treffen, Ihren Nachwuchs alleine los zu schicken, sollten Sie sich im Vorfeld mit der Entfernung zur Schule, der Verfügbarkeit von Gehwegen, der Umgebung rund um die Schule und der örtlichen Verkehrssituation vertraut machen. Speziell Grundschüler und insbesondere Schulanfänger sind die schwächsten Teilnehmer im öffentlichen Strassenverkehr. Bevor sich Ihr Kind alleine oder mit Freunden auf den Weg zur Schule macht, sollten Sie ihm das richtige Verhalten im Strassenverkehr beibringen und es so auf den Schulweg vorbereiten. Erklären Sie Ihrem Kind die Bedeutung der für den Schulweg relevanten Verkehrszeichen sowie die Markierungen auf dem Boden. Wählen Sie die sicherste Route von Ihrem Zuhause zur Schule und üben Sie den Weg zusammen mit Ihrem Kind, bis es ein Bewusstsein für Verkehrssicherheit entwickelt hat.

Gefahren aufzeigen

Geben Sie Kindern und Ihren Freunden folgende Hinweise mit auf den Weg:

  • Geht immer neben viel befahrenen Strassen, lauft jeden Tag die gleiche Route und benutzt keine Abkürzungen, wie Waldwege, Parkplätze oder kleine Gassen.
  • Schaut immer in beide Richtungen der Strasse, bevor ihr sie überquert.
  • Überquert Strassen nur auf Zebrastreifen oder an Ampeln und tretet nie zwischen parkenden Autos oder aus dem Gebüsch heraus auf die Strasse.
  • Tragt keine Schuhe oder Kleidung, die euch in euren Bewegungen einschränken.
  • Steckt euer Portemonnaie in eine Innentasche eurer Jacke oder in die vordere Hosentasche, nicht in die Gesässtasche.
  • Wechselt die Strassenseite, wenn ihr das Gefühl habt, dass euch jemand hinterher geht oder wenn ihr euch unwohl fühlt. Geht dann am besten in einen Laden, ein Restaurant oder ruft laut nach Hilfe.
  • Wenn euch ein Fremder angesprochen hat, erzählt es euren Lehrern und Eltern.

 

Selbstbewusstsein stärken

s ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über den Umgang mit fremden Personen sprechen, die ihnen auf dem Schulweg begegnen können. Sie sollten den Unterschied zwischen bedrohlichen und ungefährlichen Fremden verstehen. Denn wenn Ihr Kind Hilfe braucht, muss es sich trauen, fremde Erwachsene, wie Verkäufer, Polizisten, Lehrer, Nachbarn oder andere Eltern anzusprechen. Sie sind ungefährliche Fremde.

Wenn Ihr Kind in einer Gruppe unterwegs ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es von Fremden angesprochen wird. Die Kinder sollten auf belebten Wegen unterwegs sein, damit Passanten sie hören und sehen können. Sollte sich doch einmal ein Fremder nähern, bringen Sie Ihren Kindern bei, zu schreien, sich körperlich zu wehren oder auch schnell wegzulaufen. Für Eltern kann es beruhigend wirken, wenn sie ihrem Kind ein Handy für Notfälle mitgeben und ihm zeigen, wie es die Nummer 110 verwendet, d.h. welche Informationen das Kind der Polizei in einer Gefahrensituation unbedingt mitteilen muss.

Wenn Ihr Schützling noch nicht soweit ist, den Schulweg alleine zurückzulegen, organisieren Sie doch einen sogenannten Walking Bus. Die Idee dahinter ist, dass jeden Morgen Erwachsene eine Gruppe von Kindern auf ihrem Fussweg zur Schule begleiten. Gegebenenfalls von der Schule gestellte Schülerlotsen sind ebenfalls beliebte Begleiter. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Babysitter zu engagieren, der sicherstellt, dass Ihr Kind wohlbehalten zur Schule und wieder nach Hause kommt.



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